Vattenfall rechnet mit Start von Krümmel und Brunsbüttel
Der schwedische Vattenfall-Konzern rechnet mit dem Wiederanfahren der norddeutschen Atomreaktoren Brunsbüttel und Krümmel bis Jahresende. Konzernchef Lars G. Josefsson sagte am Donnerstag bei der Bilanzvorstellung seines Unternehmens in Stockholm, die Instandsetzungsarbeiten an den nach Pannen von den Behörden abgeschalteten Reaktoren seien noch nicht komplett abgeschlossen.
Der danach anstehende Prozess behördlicher Abnahmen und Genehmigungen werde zeitraubend und unterliege nicht der Kontrolle von Vattenfall.
Die beiden Kraftwerke waren im Sommer 2007 nach Pannen abgeschaltet worden. In Krümmel hatte ein Brand in einem Transformator auf dem Kraftwerksgelände zur Abschaltung geführt, am selben Tag war Brunsbüttel nach einem Kurzschluss in einer Schaltanlage vom Netz gegangen.
Josefsson bezifferte die Gewinneinbußen durch den Stillstand im vergangenen Jahr auf 600 Millionen Euro, davon 170 Millionen Euro im vierten Quartal. Das staatliche schwedische Unternehmen hat 2008 einen Betriebsgewinn von umgerechnet 2,8 Milliarden Euro eingefahren. Davon stammen 1,4 Milliarden Euro aus den Aktivitäten der deutschen Vattenfall-Tochter einschließlich des Polen-Geschäfts.
Quelle: dpa, 12.02.2009


