Strassenbeleuchtung: Laternen bald städtisch? - Stadt will Vattenfall rauskegeln
Der Energiekonzern Vattenfall wird offenbar den 23 Millionen Euro schweren Auftrag für die Straßenbeleuchtung in Hamburg verlieren. Dies geht aus einer Parlamentarischen Anfrage der SPD hervor. Die Umweltbehörde bereitet zur Zeit ein Gutachten zur “Neuordnung der Betriebsführung” vor. Das Gutachten stehe im Zusammenhang mit der für Sommer geplanten Gründung eines stadteigenen Energieversorgers.
Die Stadt ist noch bis Ende Dezember 2012 vertraglich an Vattenfall gebunden. Der Auftrag über jährlich 40 Millionen Kilowattstunden umfasst neben der Energielieferung auch die Wartung, Entstörung und Instandhaltung der Straßenbeleuchtung. “Wenn das städtische Unternehmen HamburgEnergie mehr sein soll als ein bloßer Stromhändler, dann liegt es auf der Hand, dass es auch den Betrieb der öffentlichen Beleuchtung übernimmt”, so der SPD-Abgeordnete Ole Thorben Buschhüter. Die Genossen kritisieren in diesem Zusammenhang, dass die öffentliche Beleuchtung überwiegend aus Atom- und Kohlekraftwerken stammt. Es solle auf Ökostrom umgestellt werden, wenn Hamburg 2011 Umwelthauptstadt Europas sein wird, fordert Buschhüter.
Quelle: MOPO vom 23.03.2009 / SEITE 14

