Moorburg: Demonstranten besetzen Kraftwerksbaustelle
75 Aktivisten haben sich auf der Baustelle eines Kohlekraftwerks des Energiekonzerns Vattenfall in Hamburg niedergelassen. Bei der Besetzung wurden 29 Demonstranten festgenommen. Zwei Demonstranten harren laut Polizei auf einem Baukran aus.
Wegen einer versuchten Besetzung der Kraftwerksbaustelle Moorburg sind am Mittwoch in Hamburg 29 Demonstranten in Gewahrsam genommen worden, die das bauplatzgelände betreten hatten. Zwei Demonstranten harrten am Abend laut einem Polizeisprecher noch auf einem Baukran aus. Vor dem Gelände hatten sich etwa 250 Aktivisten zu einer spontanen Demonstration versammelt.
Zunächst sollte in Hamburg-Wilhelmsburg, dem Stadtteil, der von den Abgasen des geplanten Kraftwerks am meisten betroffen sein wird, eine Demo stattfinden. Kurzerhand stiegen etwa 200 Menschen in die S-Bahn und fuhren nach Heimfeld, um von dort weiter über die Straße an das Bauplatzgelände zu gelangen. Wenige hundert Meter vor der Baustelle stoppte eine Einheit der Hamburger Polizei zum Teil unter Anwendung massiver Gewalt die Demonstraten. Später konnten dennoch alle in Begleitung von einem Großaufgebot der Polizei den Bauplatz erreichen und vor der Haupteinfahrt eine Kundgebung abhalten.
Mit der Besetzung soll der Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks verhindert werden. Am kommenden Samstag solle die Besetzung der gesamten Baustelle erneut versucht werden, teilte die Gruppe „Gegenstrom 08“ mit.
Text(Auszüge): FOCUS-online, 20.08.2008, Fotos: Tschüss Vattenfall








